What is the OSI Model? The 7 Layers Explained

Was ist das OSI-Modell? Die 7 erklärten Schichten

  • ITOps & DevOps
6 Minuten Lesezeit Aktualisiert Jul 31, 2024

Auf einen Blick: Das OSI-Modell ist ein Rahmenwerk, das die Netzwerkkommunikation in sieben Schichten einteilt und die Standardisierung bei der Protokollentwicklung und der Netzwerkarchitektur erleichtert. Es unterstützt die Fehlersuche und erhöht die Sicherheit in verschiedenen Systemen.

  • Sieben Schichten: Anwendung, Präsentation, Sitzung, Transport, Netzwerk, Datenverbindung und Physisch.
  • Unterstützt systematische Fehlerbehebung und die Entwicklung modularer Protokolle.

Verständnis des OSI-Modells

Das Open Systems Interconnection (OSI)-Modell ist ein konzeptionelles Rahmenwerk, das die Netzwerkkommunikation in sieben abstrakte Schichten unterteilt und einen standardisierten Ansatz für verschiedene Computersysteme, Anwendungen und Netzwerkgeräte bietet, um über Netzwerke hinweg zu kommunizieren.

Entwickelt von der Internationalen Organisation für Normung (ISO), entstand das OSI-Modell als Lösung für Kommunikationsinkompatibilitäten zwischen verschiedenen Netzwerkprotokollen. Es bietet Entwicklern und Ingenieuren einen kategorischen Ansatz zur Entwicklung interoperabler Hardware und Software für Computernetzwerke.

Auf jeder Ebene des Stacks bietet das Modell Richtlinien für Netzwerkkomponenten und deren Rechenfunktionen und definiert, wie Daten von der physischen Übertragung zu den Anwendungsschnittstellen fließen.

Die sieben Schichten des OSI-Modells

Das OSI-Modell stellt Ingenieuren Aufgaben zur Verfügung, die sie beim Aufbau jeder Ebene der Netzwerkarchitektur erfüllen müssen. Dieser theoretische Ansatz ermöglicht es Entwicklern, komplexe Netzwerke zu visualisieren und zu bauen, auch ohne Vorkenntnisse über Netzwerksysteme. Obwohl es nicht die direkte Grundlage für moderne Netzwerktechnologien bildet, beeinflusste es die Entwicklung von Computerstandards tiefgreifend und prägte das zeitgenössische Verständnis der Funktionsweise von Netzwerken.

Warum die ISO das OSI-Modell entwickelt hat

Ende der 1970er Jahre wurden Computersysteme zunehmend miteinander vernetzt, doch Hersteller entwickelten proprietäre Netzwerklösungen und schufen nicht interoperable Systeme, die Organisationen in Einzelanbieter-Ökosysteme banden.

Frühe Bemühungen wie ARPANET und die TCP/IP-Protokollsuite machten Fortschritte, hoben jedoch die Notwendigkeit eines universellen Rahmens hervor. 1984 veröffentlichte ISO das OSI-Modell. Seine geschichtete Konfiguration ermöglicht es unterschiedlichen Systemen, trotz Unterschiede in zugrundeliegenden Architekturen und Protokollen zu kommunizieren.

Das OSI-Modell bleibt integraler Bestandteil des Verständnisses der Netzwerkarchitektur. Ob ein lokales Netzwerk (LAN) entworfen oder komplexe globale Netzwerke verwalten, es bietet einen klaren, strukturierten Ansatz.

Die drei Kategorien der OSI-Schichten

Die Daten bewegen sich bidirektional durch diese Schichten, wobei jede Schicht mit den darüber und darunterliegenden Schichten kommuniziert.

  • Softwareschichten (Schichten 5-7): Anwendungs-, Präsentations- und Sitzungsschichten übernehmen Software-Übertragungen. 
  • Transportschicht (Schicht 4): Brücket Software und Hardware und verwaltet die End-to-End-Datenlieferung. 
  • Hardwareschichten (Schichten 1-3): Netzwerk-, Datenverbindungs- und physische Schichten übernehmen die Übertragung über physische Netzwerkkomponenten. 

Beispiel für die E-Mail-Übertragung: Wenn Sie eine E-Mail senden, durchlaufen die Daten alle sieben Schichten: 

  • Schicht 7 (Anwendung): Der E-Mail-Client verwendet SMTP, um die Nachricht vorzubereiten. 
  • Schicht 6 (Präsentation): Komprimiert und verschlüsselt die Daten für eine sichere Übertragung. 
  • Schicht 5 (Session): Stellt die Verbindung zwischen Ihrem Gerät und dem Mailserver her und pflegt ihn. 
  • Schicht 4 (Transport): TCP zerlegt die E-Mail in Segmente mit Sequenznummern, verwaltet die Flusskontrolle und sorgt für eine zuverlässige Zustellung. 
  • Schicht 3 (Netzwerk): Fügt IP-Adressen hinzu und leitet Pakete über verschiedene Netzwerke durch Knoten. 
  • Schicht 2 (Datenverbindung): Erstellt Frames mit MAC-Adressen für die Übertragung lokaler Netzwerksegmente mit Fehlererkennung. 
  • Schicht 1 (Physikalisch): Wandelt Frames in Bits um – elektrische Signale, Lichtimpulse oder Radiowellen – für die physikalische Übertragung. 

Am empfangenden Ende kehrt sich der Prozess um: Die physische Schicht erhält Bits, die Schichten verarbeiten sie nach oben, und die E-Mail landet im Posteingang des Empfängers.

Die sieben Schichten des OSI-Modells

Schicht 7: Die Anwendungsschicht

Die Anwendungsschicht ist die OSI-Schicht, die den Endnutzern am nächsten liegt. Sie stellt Netzwerkdienste direkt für Benutzeranwendungen bereit und erleichtert die Kommunikation zwischen Software und unteren Schichten. Die Anwendungsschicht ermöglicht Anwendungen wie Webbrowsern, E-Mail-Clients und Dateiübertragungsprogrammen, die Netzwerkkommunikation zu initiieren.

Anwendungen selbst sind nicht Teil dieser Schicht. Vielmehr stellt die Anwendungsschicht die Protokolle bereit, die es der Software ermöglichen, Daten zu senden und zu empfangen.

  • HTTP und HTTPS für Webkommunikation und sichere Verbindungen 
  • FTP und SFTP für Dateiübertragungen zwischen vernetzten Computern 
  • SMTP für die E-Mail-Übertragung zwischen Mailservern 
  • DNS zur Übersetzung von Domainnamen in IP-Adressen 
  • POP3 und IMAP zum Abrufen von E-Mails 
  • SNMP für Netzwerkverwaltung und -überwachung 
  • SSH und Telnet für den Fernzugriff auf Netzwerkgeräte 
  • Ressourcenidentifikation: Die Anwendungsschicht bestimmt die Verfügbarkeit der Ressourcen, bevor die Kommunikation beginnt.
  • Verzeichnisdienste: Stellt gemeinsame Datenbanken mit Informationen über Netzwerkgeräte und Nutzer zur Verfügung, um das Ressourcenmanagement zu erleichtern.
  • Kommunikationssynchronisation: Verwaltet Timing und Koordination zwischen Anwendungen für den Datentransfer.

Schicht 6: Die Präsentationsschicht

Die Präsentationsschicht wandelt Daten in Formate um, die die Anwendungsschicht verarbeiten kann, und fungiert als Datenübersetzer zwischen Systemen mit unterschiedlichen Datenrepräsentationsmethoden. Sie wird manchmal als "Syntaxschicht" bezeichnet, um Daten und Grafiken in darstellbare Formate umzuwandeln.

  • Datenübersetzung: Wandelt Daten zwischen verschiedenen Codiersystemen (zum Beispiel EBCDIC zu ASCII) während der Kapselung um, während ausgehende Nachrichten den Protokollstapel hinunterwandern. Während der Entkapselung werden eingehende Nachrichten umgekehrt. 
  • Datenkompression: Verringert die Datenstromgröße für eine effiziente Übertragung und dekomprimiert für die Nutzung am Zielort. 
  • Verschlüsselung und Entschlüsselung: Verwendet SSL/TLS-Protokolle zur sicheren Übertragung und schützt die Daten während der Netzwerkkommunikation.
  • Formatverarbeitung: Verwaltet Bildkompression (JPEG, GIF) und Videokompression (MPEG, H.264) für den Multimedia-Datentransfer.

Die Präsentationsschicht gewährleistet einen nahtlosen Datentransfer zwischen Systemen mit unterschiedlichen Architekturen, indem sie alle Formatkonvertierungen transparent abwickelt.

Schicht 5: Die Sitzungsschicht

Die Sessionschicht verwaltet Kommunikationssitzungen zwischen Knoten und übernimmt den Aufbau, die Wartung und das Beenden von Verbindungen. Die Sessionschicht hält Verbindungen lange genug offen, um notwendige Daten zu übertragen, und schließt sie dann, um Netzwerkressourcen zu erhalten.

  • Sitzungsaufbau: Initiiert Verbindungen zwischen lokalen und entfernten Anwendungen und verwaltet Benutzeranmeldung und Authentifizierungsprotokolle. 
  • Sitzungswartung: Verwaltet den Verbindungszustand während aktiver Datenübertragung und koordiniert die Kommunikation zwischen Geräten. 
  • Synchronisation: Implementiert Checkpoints in Datenströmen, die eine Wiederherstellung ermöglichen, falls Netzwerkkommunikation unterbrochen wird. 
  • Sitzungsbeendigung: Schließt Verbindungen nach Abschluss und verwaltet die Abmeldverfahren der Benutzer. 
  • Sitzungswiederherstellung: Verwaltet Sitzungsfehler und stellt Verbindungen wieder her, wenn Netzwerkprobleme auftreten. 

Die Sitzungsschicht wird explizit in Netzwerkumgebungen mit Fernprozeduraufrufen implementiert und ist entscheidend für Anwendungen, die persistente Verbindungen erfordern, wie Webkonferenzen, wo sie Protokolle für die Verbindung von Audio- und Videoströmen etabliert.

  • Remote Procedure Call Protocol (RPC) 
  • Punkt-zu-Punkt-Tunnelprotokoll (PPTP) 
  • Sitzungskontrollprotokoll (SCP) 
  • Sitzungsbeschreibungsprotokoll (SDP). 

Schicht 4: Die Transportschicht

Die Transportschicht gewährleistet eine zuverlässige End-to-End-Datenlieferung zwischen Hosts über Netzwerke hinweg. Als Herzstück des OSI-Modells empfängt sie Daten von der Sitzungsschicht, zerlegt sie in Segmente oder Datagramme und verwaltet eine zuverlässige Zustellung an Zielknoten. 

  • Segmentierung und Wiederzusammensetzung: Teilt Nachrichten in kleinere Segmente für effiziente Datenübertragung auf, fügt Sequenznummern für eine korrekte Reihenfolge hinzu und setzt dann die Segmente am empfangenden Gerät wieder zusammen. 
  • Flusskontrolle: Regelt die Übertragungsraten, um Pufferüberlauf am Empfänger zu verhindern und gewährleistet so einen reibungslosen Datentransfer, ohne Netzwerkressourcen zu überfordern. 
  • Fehlerkontrolle: Überprüft Segmente auf Fehler mittels Prüfsummen und verwaltet die Wiederübertragung beschädigter Segmente, um die Datenintegrität sicherzustellen. 
  • Service-Point-Adressierung: Verwendet Portnummern, um Multiplexing zu ermöglichen, sodass mehrere Anwendungen gleichzeitig dieselbe Netzwerkverbindung nutzen können. 
  • Staukontrolle: Verwaltet die Bandbreitenzuweisung und verhindert Netzwerkengpässe, indem die Übertragungsraten je nach Netzwerkbedingungen angepasst werden. 
  • Verbindungsmanagement: Stellt Verbindungen zwischen kommunizierenden Knoten her, pflegt sie und beendet sie. 

Die Transportschicht bietet zwei Arten von Dienstleistungen: 

  • Verbindungsorientierter Dienst (TCP): Das Transmission Control Protocol ermöglicht eine zuverlässige Übertragung mit dreifachem Handshake. TCP teilt Daten in nummerierte Segmente, die am Ziel bestätigt und wieder zusammengesetzt werden, mit Nachübertragung bei verlorenen oder beschädigten Segmenten. Verwendet für Websurfen, E-Mail- und Dateiübertragungen, wo die Genauigkeit entscheidend ist. 
  • Verbindungsloser Dienst (UDP): Das User Datagram Protocol bietet eine schnellere Übertragung ohne Bestätigung, wodurch Overhead und Latenz reduziert werden. Ideal für Echtzeitanwendungen wie Videostreaming, Online-Gaming, VoIP- und DNS-Abfragen, bei denen Geschwindigkeit wichtiger ist als Genauigkeit. 

Schicht 3: Die Netzwerkschicht

Die Netzwerkschicht verwaltet die Datenübertragung zwischen mehreren Netzwerken und ermöglicht so Internetworking. Sie verwendet Router und Layer-3-Switches mit IPv4- (32-Bit-Adressen) und IPv6- (128-Bit-Adressen)-Protokollen, um Daten über verschiedene Netzwerke zu leiten. 

Die Netzwerkschicht erlaubt es Knoten mit eindeutigen IP-Adressen, Nachrichten an Knoten in verschiedenen Netzwerken zu senden und so den besten Weg durch Zwischennetzwerke und Knoten zu bestimmen. 

  • Logische Adressierung: Verwendet IP-Adressen, um Knoten in verschiedenen Netzwerken zu identifizieren und zu lokalisieren, wodurch die Internetwork-Kommunikation ermöglicht wird. 
  • Routing: Bestimmt den besten Weg für die Datenübertragung über Zwischennetzwerke, wobei Faktoren wie Überlastung, Netzwerktopologie und Routingmetriken berücksichtigt werden. 
  • Paketfragmentierung und Wiederzusammensetzung: Teilt Pakete, die die maximalen Übertragungseinheiten (MTU) überschreiten, in kleinere Einheiten auf, um sie durch Netzwerksegmente mit unterschiedlichen Kapazitätsbeschränkungen zu übertragen, und setzt sie dann am Ziel wieder zusammen. 
  • Verkehrsmanagement: Implementierung von Quality of Service (QoS)-Richtlinien für verschiedene Verkehrsarten und priorisiert zeitkritische Daten. 
  • Internetwork-Kommunikation: Verbindet LANs mit WANs über heterogene Netzwerke hinweg und ermöglicht so den globalen Datentransfer. 

Die Netzwerkschicht verwendet IP-Adressen, um Daten zwischen Knoten in verschiedenen Netzwerken weiterzuleiten. Unterstützende Protokolle sind ICMP (Internet Control Message Protocol) für Fehlerberichterstattung und Netzwerkdiagnostik sowie IGMP (Internet Group Management Protocol) für Multicast-Kommunikation. 

Zuverlässigkeit ist auf der Netzwerkebene nicht garantiert – während viele Protokolle eine zuverlässige Nachrichtenzustellung bieten, ist die Fehlermeldung nicht zwingend erforderlich, sodass Absender möglicherweise keine Lieferbestätigung erhalten.

Schicht 2: Die Datenlink-Schicht

Die Datenlinkschicht verwaltet fehlerfreie Datenübertragung zwischen Geräten im selben lokalen Netzwerksegment. Diese Schicht empfängt Pakete von der Netzwerkschicht und organisiert sie in Rahmen für die Übertragung über das physische Medium. 

  • Logical Link Control (LLC): Dient als Schnittstelle zwischen MAC und Netzwerkschicht und übernimmt Flusssteuerung, Synchronisation, Fehlerkontrolle und Protokollmultiplexing, bei dem mehrere Datenströme eine Verbindung teilen. 
  • Media Access Control (MAC): Kontrolliert, wie Geräte auf Netzwerkmedien zugreifen und Daten übertragen. Verwendet MAC-Adressen (Hardwareadressen auf Netzwerkschnittstellenkarten), um Geräte im lokalen Netzwerksegment zu identifizieren. 
  • Framing: Kapselt Pakete mit Headern und Trailern, die MAC-Adressen und Fehlerkontrollcodes enthalten. Fügt spezielle Bitmuster hinzu, um Framegrenzen zu markieren, wodurch Übertragungen für das empfangende Gerät sinnvoll sind. 
  • Physische Adressierung: Verwendet MAC-Adressen zur lokalen Netzwerkidentifikation, sodass Geräte auf demselben Netzwerksegment kommunizieren können. 
  • Fehlererkennung: Implementiert eine zyklische Redundanzprüfung (CRC) zur Erkennung beschädigter oder verlorener Frames und verwaltet die Neuübertragung, um die Datenintegrität während der Netzwerkkommunikation sicherzustellen. 
  • Zugriffskontrolle: Wenn mehrere Geräte einen Kommunikationskanal teilen, bestimmt die MAC-Subschicht, welches Gerät zu einem bestimmten Zeitpunkt die Kontrolle hat, anhand von Protokollen wie CSMA/CD (Carrier Sense Multiple Access with Collision Detection) für Ethernet und CSMA/CA (Collision Avoidance) für WLAN .
  • Flusskontrolle: Regelt die Übertragungsraten zwischen Geräten, um einen Überlauf des Empfängerpuffers zu verhindern. 

Die Datenlinkschicht gewährleistet eine zuverlässige Frame-Übertragung zwischen direkt verbundenen Knoten im selben Netzwerksegment. Technologien umfassen Ethernet (IEEE 802.3), WLAN (IEEE 802.11), Point-to-Point Protocol (PPP), HDLC (High-Level Data Link Control) und ARP (Address Resolution Protocol) zur Zuordnung von IP-Adressen zu MAC-Adressen.

Schicht 1: Die physische Schicht

Die physikalische Schicht besteht aus den physischen Netzwerkkomponenten, die Rohdaten als Bits zwischen Geräten über physische Medien übertragen – unter Verwendung elektrischer Signale, optischer oder elektromagnetischer Signale über die physische Infrastruktur. 

Hier beginnt oft die Fehlerbehebung. Die physikalische Schicht umfasst Hardware für die Datenübertragung: Kupferkabel (verdrilltes Paar, Koaxial), Glasfaserkabel, Funkfrequenzen für drahtlose Verbindungen, Netzwerkschnittstellen, Router, Repeater und Hubs. 

  • Bitübertragung: Wandelt Datenframes in Bits um, die über physische Medien übertragen werden, und wandelt empfangene Bits wieder in Frames um.
  • Bitratenkontrolle: Definiert Datenübertragungsraten, gemessen in Bits pro Sekunde (bps), Megabit pro Sekunde (Mbps) oder Gigabit pro Sekunde (Gbps). 
  • Bitsynchronisation: Stellt sicher, dass Sender und Empfänger synchronisiert sind, indem Zeitsignale für eine genaue Bitinterpretation bereitgestellt werden. 
  • Übertragungsmodus: Definiert, wie Daten zwischen angeschlossenen Geräten fließen – Simplex (nur eine Richtung), Halbduplex (beide Richtungen, aber nicht gleichzeitig) oder Vollduplex (beide Richtungen gleichzeitig). 
  • Physikalische Topologie: Definiert die Netzwerkkonfiguration einschließlich Bus-, Stern-, Ring- und Mesh-Topologien. 
  • Signalkodierung: Bestimmt, wie die Datenkodierung über physikalische Signale erfolgt, indem elektrische Spannung durch Kupfer, Lichtimpulse durch Glasfaser oder Radiowellen über drahtlose Medien verwendet werden. 
  • Elektrische und mechanische Spezifikationen: Definiert Kabeltypen, Steckverbinderspezifikationen, Signalfrequenz, Spannungspegel und Pin-Konfigurationen für physische Verbindungen. 
  • Technologien: Wi-Fi-Standards (IEEE 802.11), Ethernet-Spezifikationen (10BASE-T, 100BASE-TX, 1000BASE-T, 10GBASE-T), Netzwerkschnittstellenkarten, strukturierte Verkabelung (Cat5e, Cat6, Cat7), Glasfaserkabel (Einzelmodus, Multimode), Modems, Repeater, Hubs, RS-232-serielle Kommunikation. 

Die physikalische Schicht übernimmt alle Netzwerkkommunikationen auf Bitebene. Bei der Fehlersuche bei Verbindungsproblemen beginnen Netzwerktechniker hier: Kabel auf Schäden überprüfen, Link-Leuchten an Netzwerkgeräten überprüfen, Signalstärke prüfen und die Stromversorgung der Geräte überprüfen. 

OSI-Modell vs. TCP/IP-Modell

Das OSI-Modell bietet theoretische Grundlage für das Verständnis der Netzwerkkommunikation, während das TCP/IP-Modell (Transmission Control Protocol/Internet Protocol) eine praktische Implementierung mit vier statt sieben Schichten bietet. 

  • Network Access Layer (OSI-Schichten 1-2): Kombiniert physische und Datenverbindungsschichten und übernimmt physische Übertragungen über Ethernet-Protokolle für LANs sowie ARP (Address Resolution Protocol) zur Zuordnung von IP-Adressen auf MAC-Adressen. 
  • Internetschicht (OSI Schicht 3): Verwendet IP (IPv4 mit 32-Bit-Adressen, IPv6 mit 128-Bit-Adressen) für die Datenleitung zwischen Netzwerken. Beinhaltet ICMP für Fehlermeldungen und Netzwerkdiagnostik sowie IGMP für das Management von Multicast-Gruppen. 
  • Transportschicht (OSI-Schicht 4): Verwendet TCP für zuverlässige verbindungsorientierte Kommunikation mit Flusskontrolle und Fehlerkontrolle sowie UDP für verbindungslose Übertragung in Echtzeitanwendungen. 
  • Anwendungsschicht (OSI-Schichten 5-7): Kombiniert Session-, Präsentations- und Anwendungsschichten und stellt HTTP, HTTPS, FTP, SMTP, DNS, SSH-Protokolle direkt an Anwendungen bereit. 

Der praktische Fokus des TCP/IP-Modells machte es zum Rückgrat moderner Netzwerke, das Milliarden von Geräten und massiven Datenverkehr aufnehmen konnte. Der geschichtete Ansatz des OSI-Modells ermöglicht jedoch die Entwicklung modularer Protokolle, bei der jede Schicht unabhängig entwickelt werden kann, was es für das Verständnis der Netzwerkarchitektur und die Behebung von Netzwerkproblemen unschätzbar macht. 

Warum das OSI-Modell wichtig ist

Systematische Fehlersuche

Das OSI-Modell bietet einen methodischen Rahmen zur Diagnose von Netzwerkproblemen. Netzwerktechniker überprüfen jede Schicht – die physische Schicht auf Konnektivität, die Datenlinkschicht auf Framefehler, die Netzwerkschicht auf Routing-Probleme, die Transportschicht auf Segmentlieferungen und die oberen Schichten auf Anwendungsfehler – und stellen schnell fest, ob Probleme auf Hardware, Konfiguration oder Software zurückzuführen sind. 

Entwicklung modularer Protokolle

Die geschichtete Netzwerkarchitektur ermöglicht es Ingenieuren, Protokolle für eine Schicht zu erstellen, ohne andere zu verändern. Anwendungsentwickler müssen keine physischen Übertragungsdetails verstehen; Hardwareingenieure müssen Anwendungsprotokolle nicht modifizieren. 

Standardisierte Kommunikation

Das Modell liefert gemeinsame Terminologie über Organisationen hinweg. Wenn Ingenieure über "Layer-3-Routing-Probleme" oder "Layer-7-Anwendungsprobleme" sprechen, versteht jeder, welche Netzwerk-Stack-Komponente beteiligt ist. 

Verbesserte Netzwerksicherheit

OSI-Schichten ermöglichen Verteidigungs-in-Depth-Sicherheitsstrategien. Firewalls filtern auf Schicht 3 (Paketfilterung), Schicht 4 (Stateful Inspection) und Schicht 7 (anwendungsbewusste Filterung). Sicherheitsteams ordnen verschiedene Bedrohungen bestimmten Schichten zu und wenden gezielte Gegenmaßnahmen an – ARP-Spoofing-Angriffe der Schicht 2 erfordern andere Reaktionen als SQL-Injektionsangriffe auf Schicht 7. 

Bildungsgrundlage

Das OSI-Modell bleibt das Fundament der Netzwerkbildung und wird in Zertifikaten wie CompTIA Network+ und Cisco CCNA gelehrt, da seine Struktur den Lernenden hilft, komplexe Netzwerkkonzepte zu verstehen. 

Das OSI-Modell im modernen Netzwerkmanagement

Während das TCP/IP-Modell die praktische Umsetzung dominiert, bleibt das geschichtete Framework des OSI-Modells für die Planung, Fehlersuche und Sicherung moderner Netzwerke unerlässlich. Das Verständnis, wie Daten durch jede Schicht fließen – von der physischen Übertragung bis zur Anwendungsbereitstellung – ermöglicht es Netzwerkprofis, eine zuverlässigere, effizientere und sicherere Netzwerkinfrastruktur aufzubauen. 

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Diese Beiträge sind meine eigenen und spiegeln nicht unbedingt die Position, Strategien oder Meinung von BMC wider.

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